Samstag, 15. November 2014

Bulgogi, Koreanisches Barbecue

Zu Ehren des Geburtstages meines angetrauten Ehemanns und bekennenden Carnivores wagte ich das Experiment ein erstes Mal mit meiner Familie ein Koreanisches Bulgogi zu zelebrieren- das Grillen dünner Fleisch Scheiben auf einer heißen Platte oder Kuppel ist in Korea ein beliebter Festtagsschmaus. Ich hatte diese Art des " Grillens am Tisch " noch nie ausprobiert, aber da mich alle Gerichte die man direkt am Tisch selbst nach eigenem Gutso zusammenstellen kann ( wie eben auch Fondue, Raclette oder braten am Hot Stone ) von je her fastziniert war heute die ideale Gelegenheit.


Ich hatte dafür aus dem Asia Shop einen original koreanischen Bulgogi Grill besorgt der von unten mit Brenpaste beheizt wird. Eine unkomplizierte aber sehr Geruchs- und Rauch intensive Angelegenheit, ich kann dringend empfehlen das Bulgogi Fest in den Garten zu verlegen da ansonsten die gesamte Wohnung in Mitleidenschaft gezugen wird. Echte Bulgogi Restaurants in Korea besitzen über jedem einzelnen Esstisch einen Dunstabzug was bei uns leider nicht gegeben war, deshalb öffneten wir zumindest alle Türen des Wintergartens um den Rauch abziehen zu lassen.


Als dann aber diese Angelegenheit ( wie funktioniert das eigentlich ? ) geklärt war konnte der Genuss beginnen. Was die Vorbereitung betraf bleibt noch zu erwähnen:


Die Hauptsache , nämlich das Fleisch sollte man am Besten beim Metzger mit der Aufschnittmaschine in dünne Scheiben schneiden lassen. Am Besten eignen sich Schweinebauch, Rinderhüfte oder gut durchwachsenes Lammfleisch. Das Fleisch sollte stark Marmoriert sein da mageres Fleisch beim Grillen anklebt, verbrennt und zäh wird.
Bezüglich der Kalorien braucht mal sich bei dieser Art des Essens keinerlei Gedanken zu machen da komplett auf Kohlehydrate verzichtet wird ( ! ) - was aber niemendem negativ auffiel, eher im Gegenteil: man fühlt sich nach demm Essen lediglich angenehm gesättigt und nicht überfüllt.


Als Beilagen reicht man in Korea diverse Saucen und das obligatorische Kim Chi ( ich bereite meines selbst zu ) , bei uns gab es noch eine Fleischbrühe mit Gemüse und frische Pilze. Paprika und Zwiebeln zum mit Garen auf dem Grill.


Das Fleisch wird gegrillt, auf Salatblätter gelegt und mit diversen Beilagen ergänzt. Das so belegte Salatblatt wird anschließend zusmmengerollt- geknüllt oder- gefaltet und nach Möglichkeit ( dies kann zu spontanen Heiterkeitsausbrüchen Am Tisch führen ) komplett in dem Mund gestopft.



Ich bekenne mich hiermit öffentlich : ich bin nun ein Bulgogi - Addict!  Es ist wirklich ein Erlebnis der besonderen Art!  Die Geschmacks Explosion durch die knusprige Textur des Salates, dem heißen , Zarten Fleisch und den vielfältigen aromatischen Saucen und Zutaten die im Mund stattfindet kann man kaum beschreiben, man muss es einfach selbst ausprobieren. Für mich ein Essen mit absolutem Suchtfaktor.