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Donnerstag, 5. September 2019

Jajangmyeon, koreanische Nudeln in gerösteter schwarzer Bohnensauce

Da ich ja mittlerweile ein großer Fan der koreanischen Küche geworden bin,
möchte ich hier auch endlich einmal ein bekanntes und sehr beliebtes Gericht aus diesem faszinierenden Land vorstellen.

Jajangmyeon, wobei Myeon Nudeln bedeutet, Jajang die Schwarzbohnenpaste.
Die Koreanische Antwort auf Nudeln mit Haschee oder auch Spaghetti Bolognese.



Zutaten für  3  Personen
Asiatische Weizennudeln ( Mie Nudeln ),
Pro Person ein Nudelnest bzw. ich mache immer 250 bis 300g getrocknete Nudeln
300g g Schweinebauch
4 EL Pflanzenöl,
1 EL Sesamöl
1 Zwiebel
1 Zucchini
1 Kartoffel
4 Blätter Weißkohl oder das Weiße vom Chinakohl
2 EL Jajang/Black Bean Paste ( aus dem Online Shop )
200ml Fleischbrühe
Sojasauce, Zucker und Pfeffer ( frisch gemahlen )
1 TL Speisestärke
1 Handvoll Frühlingslauchröllchen und Kräuter zum Garnieren
Röstzwiebeln ( Instantprodukt ) optional
              
Zubereitung:

Schweinebauch von der Schwarte befreien und  in Würfel schneiden. Geschälte Kartoffel, Zwiebel , Zucchini und Kohl ebenfalls würfeln. Fleisch in der Pfanne goldbraun anbraten und evtl. etwas Öl dazugeben, falls das Fett vom Fleisch nicht ausreichend ist.
Zwiebeln, Zucchini und Weißkohl mit dem restlichen Öl hinzugeben und braten, bis die Zwiebeln glasig sind.
Nun kommt die Jajang Paste dazu, und wird unter Rühren eine Zeit lang kräftig angeröstet. Anschließend wird alles mit Brühe abgelöscht. Mit Sojasauce, Zucker und Pfeffer abschmecken. Etwa 15 bis 20  Minuten köcheln lassen, dann Speisestärke in etwas Wasser auflösen und unter Rühren in die Soße geben. Nochmals aufkochen.
Wenn die Soße etwas eingedickt ist, kann sie mit Weizennudeln vermischt,  und mit fein geschnitten Frühlingslauch Röllchen sowie Kräutern und optional Röstzwiebeln als Topping serviert werden.


Das Rezept habe ich ( frei interpretiert ) von Maangchi, meiner lieblings- Food- Youtuberin aus Korea.


Die Koreanische Küche kann ich nur als " extrem" bezeichnen. Und zwar in jeder Hinsicht. Kalte Nudeln werden wirklich kalt, also am Besten mit Eiswürfeln gegessen. Scharfe Gerichte sind so scharf dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Roher Fisch wird wirklich mit Leidenschaft und allen Teilen verzehrt, und gegrillte Gerichte bedeuten dass die ganze Bude ordentlich raucht.

Schwein wird gerne fettig gegessen, Innereien sind eine Delikatesse, und Quallensalat , Fischgedärm und Schweineschnautze sowie Hühnerfüße völlig normale Alltagskost.
Kimchi ( Milchsäurekonservierter scharf gewürzter Kohl ) Chilipaste und - Pulver, Algen und Fischsauce sowie Zucker sind die prägenden Aomen. Scharf- Salzig- Süß-Sauer, entweder ganz roh und kalt, oder scharf gebraten, frittiert, fettig gebacken oder sehr lange und zart am Knochen gekocht. So würde ich diese geschmackliche Welt beschreiben.







 



Dies sind nur einige Impressionen, Rezepte dazu folgen.

Alles in Allem, die Korea Küche ist Leidenschaft pur, aufregend und inspirierend , und stellt mich immmer wieder vor neue Herausforderungen . Die Beschaffung der Zutaten ist nicht immer einfach, aber mit der Zeit findet man schon seine Anlaufstellen , Online Shops und Lokale Händler.

An dieser Stelle kann ich die Metzgerei Böbel wärmstens empfehlen, diese liefert wundervoll frisches Fleisch in absolut perfekter Qualität, und immer super verpackt und absolut zuverlässig hinsichtlich der Kühlung und Hygiene.
Für den Feinschmecker gibt es hier eine große Auswahl hausgemachter Wurstwaren, tollen Rindfleischsorten, besonderen Schweinerassen,  Braten- und Grillfleisch vielen anderen Spezialitäten die das  Gourmet- Herz höherschlagen lassen. Aber auch spezielle Teile wie Ohren, Innereien, Hirn oder Füße die man sonst kaum irgendwo bekommt sind hier ohne Probleme erhältlich.
Die Kommuntikation ist ganz toll , denn der Chef antwortet direkt auf jede Mail und das ist heutzutage ja absolut nicht selbstverständlich sondern sehr selten , und damit für mich wirklich ein spitzen Service.

Metzgerei Böbel online Shop

Freitag, 20. Januar 2017

hausgemachtes Schmalzfleisch, deftig - Fränkisch

Heute habe ich einmal , gaz entgegen unserer normalen, eher Asiatisch angehauchten Ernährungsweise etwas richtig urtümliches, rustikales für Euch.


Es geht hier um Resteverwertung, Haltbarmachen und um etwas unheimlich leckeres.
Nämlich Schmalzfleisch.
Am letzten Sonntag hatten wir Gäste zu einem geplanten rustikalem Ritteressen mit im Ofen gegarten Schweinestücken erwartet die dann leider nicht kamen, und daher viel zu viel Schweinebauch und - Kleinfleisch übrig. Wir konnten aber zu zweit nur einen Teil davon essen, was mache ich nur mit der riesigen Menge doch recht fetten Fleisches? Als erstes fiel mir Pulled Pork ein, aber dann kam ich auf die Idee es für den nahenden Skiurlaub als rustikales Bauernvesper haltbar zu machen und zu Schmalzfleisch zu verarbeiten.


Die Grundzutaten des Ursprünglichen Rezeptes mit rohem Fleisch sind:

600 g Schweinebauch,
150 g weißer Speck
150 g Zwiebeln
1 bis 3 Knoblauchzehen
1 TL Majoran, Salz, Pfeffer, 2 Lorbeerblätter,  
nach Belieben 1 kleiner Schuss Essig ( etwa 1 TL ) und eine Prise Zucker
Nelken, Senfkörner, Kümeml oder sonstige Gewürze können nach Geschmack beigefügt werden.

Ich hatte zwar bereits gegartes Fleisch, aber das tat der Sache keinerlei Schaden.

Also wurden schnell alle Fleischstücke , gut gewürzt mit Salz/Pfeffer, Lorbeer, Wacholder, Nelken, Zwiebeln, und Majoran sowie einem ganz kleinem Schuss Essig nochmals ordentlich durchgekocht.
Eine Zugabe von weiterem Schweineschmalz war hier nicht nötig weil der Schweinebauch schon ausreichend Fett enthielt.


Als das Fleisch buchstäblich vom Knochen fiel, also nach etwas einer Stunde ( wenn man rohes Fleisch verwendet mindestens zwei Stunden ) zerteilte ich es mittels zwei Gabeln,


und ließ es nochmals aufkochen.


Die heiße Fleischmasse füllte ich in Gläser ab, und ließ sie auf der Terasse auskühlen.


Es hat perfekt funktioniert.
Natürlich ließ Udo es sich nicht nehmen ein Glas geich zu öffnen, und es ist wirklich ein Leckerbissen.



Nicht gerade eine kalorienarme Brotzeit, aber bei der momentanen Kälte und viel Bewegung an der frischen Luft mit Langlaufen und Skifahren geht sowas schon mal!


Mein Schalzfleisch ist nicht rosa, wie man es vielleicht von der Fleischtheke im Supermarkt, oder von Dosenware kennt. Warum? Ich habe kein Nitritpökelsalt verwendet.
Es wäre zwar beim Metzger erhältlich gewesen, aber ich brauche es nicht. Es ist nicht unbedingt gesund und dient im Handel nur der hübscheren Optik, um die Kunden zum Kauf anzuregen.
Wir finden die natürliche Farbe des Fleisches ehrlich gesagt viel appetitlicher als dieses unnatürliche Schweinchenrosa.


Das eingelegte Fleisch ist mehrere Monate lang haltbar.
So wie es aussieht wird es aber wieder schon viel schneller aufgegessen sein!