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Sonntag, 3. März 2019

Sagenhaft saftiger Sauerrahm Seelachs

Abends spät heimgekommen, keine Zeit mehr zu kochen, wollte noch duschen...
So entstand diese spontane Ofen- Kreation.
Superschnell und unerwartet ( aber so richtig ) gut!


Zutaten für 3 Personen:
800g frisches Seelachsfilet
400g Erbsen ( TK )

Sauce:
250g Sauerrahm
250g Sahne
120g Butter, zerlassen
3 EL Semmelbrösel
3 EL Parmesan
2 Eier
2 Zehen Knoblauch, gehackt
1 Bund Frühlingslauch, in feinen Ringen
1 Bund Petersilie ( Glatt ), gehackt
1 EL Senf
Saft einer Zitrone
1 Schuss Weißwein
2 TL Hühner- oder Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, etwas Paprika

Den Seelachs waschen ,
und in einer Ofenfesten Form mit Deckel auf die darin verteilten Erbsen legen.


Alle Zutaten für die Sauce gut mischen, mit den Gewürzen abschmecken 
und über den Seelachs geben.


Bei 220  bis 240 Grad ( je nach Dicke des Fisches ) 
etwa 30 Minuten im Ofen backen,
bis die Oberfläche eine leichte Färbung annimmt und der Fisch gar aber noch saftig ist.



Guten Appetit!

Notes:
Dazu passen Salzkartoffeln oder Reis, und Kaisergemüse oder Mandelbrokkoli.
Oder auch ein grüner Salat.
Wir hatten, wie man auf den Bildern sieht, Gemüsecurry mit Blumenkohl und Karotten plus Kartoffeln dazu.
Das Gericht schmeckt auch sehr gut mit Blattspinat anstelle der Erbsen, 
und man kann auch gegarte Kartoffeln oder Reis direkt mit in die Backform geben.
Wer mehr Käse zum Überbacken nehmen möchte sollte dies tun, es schmeckt vorzüglich.
Bitte den Käse erst kurz vor Ende der Garzeit darüberstreuen, damit er nicht vertrocknet.

Der Phantasie ist, wie immer beim Kochen, keine Grenze gesetzt.
Viel Spaß!

Montag, 11. Februar 2019

Hechtenkraut, Fisch überbacken auf Weinkraut

Anlässlich eines Kochwettbewerbs hier mal eine ungewöhnliche, aber sehr schmackhafte Kombination:



Hechtenkraut
Das Leibgericht König Ludwigs II
Von diesem traditionellen, überlieferten Rezept gibt es verschiedene Variationen. Dies hier ist meine eigene, die etwas unkomplizierter als oft propagierte  Zubereitung mit einer pürierten Fischfarce,  einfach mit Fisch Steaks gemacht wird.
Wer weiß, vielleicht war das der Vorläufer des Schlemmerfilets?

Für 4 Personen

4 Hecht Steaks von jeweils ca. 200g
2 EL Schweineschmalz
1  große Zwiebel
500 g Sauerkraut
2 Lorbeerblätter
4 Wacholderbeeren
1 TL Kümmel
2 Nelken
1 Piccolo Flasche Sekt oder 1 Glas Weißwein
1 Tasse kräftige Fleischbrühe
1 Handvoll  helle , kernlose Trauben
Salz, Pfeffer , 1 EL Honig

80g Bacon
3 Eigelb
1 Becher Creme Fraiche
1 Becher Sahne
Muskatnuss, Salz, Pfeffer

1 EL Semmelbrösel
Butterflöckchen

Beilage: Salzkartoffeln
Zuerst das Kraut vorbereiten:





Zwiebel würfeln und im Schmalz anbraten, Kraut und Gewürze zugeben, mit Sekt oder Wein und Brühe aufgießen, 15 Minuten sanft köcheln lassen. Trauben zufügen und mit den angegebenen Gewürzen abschmecken. Nochmals 5 Minuten simmern lassen und anschließend in eine Auflaufform geben.
Bacon knusprig braten und in eine Schüssel geben. 


Schmand, Sahne, Eigelbe und Gewürze untermischen und alles gründlich verrühren.
Die Hecht Steaks auf das Kraut legen und mit der Creme Fraiche Mischung  übergießen.



Semmelbrösel und Butterflöckchen darüber verteilen.
Alles im Ofen bei 180 Grad etwa 40 Minuten backen, bis die Brösel braun und der Fisch gar sind.


Jedes einzelne überbackene Fischsteak mitsamt Kraut und Sauce auf einen Teller geben und mit den frisch gekochten Salzkartoffeln servieren.

Guten Appetit!

Mittwoch, 7. November 2018

Rahmbeuschel oder Wiener Salonbeuschel

Jetzt wo die Tage kürzer und das Wetter kühler werden bekommt man ganz automatisch wieder mehr Lust auf deftige,  traditionelle Spezialitäten.
Heute musste es bei mit ganz spontan, da ich eim Metzger auf wunderbar frisches Herz und Lunge stieß, ein Rahmbeuschel sein.

Dieses traditionelle Gericht aus Innereien, in einer kräftigen Brühe gekocht und mit Rahm, Kapern und Essig pikant abgeschmeckt, trifft nicht undbedingt auf Gegenliebe bei eher zartbesaiteten Gemütern.
Ich aber war schon als Kind ganz verrückt danach.

Rahmbeuschel




Zutaten:
 
600 g Kalbslunge
1 Kalbsherz
3 Schweinezungen ( meine persönliche Zugabe )
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün , also Sellerie, Karotte, Lauch , Petersilie
 (die Petersilie fein hacken und für den Schluss aufbewahren )
Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Piment, Thymian, Nelke, Wacholderbeeren
2 bis 3 EL Salz, 1 EL Zucker

Für die Sauce:
50 g Butter
30 g Mehl
1 kleines Glas Kapern
1 Sardellenfilet (in Öl), fein zerkleinert
1 Schuss Essig, Zucker, Salz , Pfeffer, Majoran
1 EL Senf , 1 Becher Sahne, 1 Esslöffel Petersilie, gehackt
1 Schuss trockener Weißwein

Zubereitung:

Das Suppengrün schneiden und mit den übrigen Zutaten, mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen.
Ich empfehle die Gewürzkörner in einen Teefilter zu geben da man sie dann besser aus dem Sud nehmen kann.



Die Innereien werden etwa 2 bis 3 Stunden lang sanft sprudelnd im geschlossenen Topf gekocht.
Die Lunge geht sehr auf, und schwimmt zunächst oben.
Aber keine Sorge, das legt sich wieder.
Brühe absieben, Fleisch in feine Streifen schneiden.


Das übrige weich gekochte Gemüse zu einem Kartoffel- Gemüsepüree, oder als Suppeneinlage verwenden. 



 

Für die Sauce aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze herstellen, mit der Brühe aufgießen und mit den übrigen Zutaten würzen und verfeinern. Weißwein zugeben und 10 Minuten sanft kochen lassen.
Das geschnittene Fleisch darin erwärmen. Das Rahmbeuschel wird mit einer aufgeschnittenen Gurke garniert und mit Semmelknödeln serviert.



 Guten Appetit für alle Innereien Fans unter meinen Lesern!



Sonntag, 12. Februar 2017

Chicoree- Schinken Röllchen, Überbacken

Das hier ist echte Hausmannskost, ein Familienrezept und All- Time Favourite bei uns seit ich denken kann. Heute hatten wir das endlich einmal wieder .
Der überbackene Chicoree ist ein sehr gut verträgliches, gesundes und auch leicht zu bewerkstelligendes Ofengericht.
Ideal auch als Abendessen, weil es durch das sehr kalorienarme Gemüse nicht schwer im Magen liegt.




Wir brauchen dafür:
Etwa 7 bis 8 Chicoreestauden, 1 TL Apfelessig, 1 TL Zucker
600g guten gekochten Schinken mit einem ordentlichen Fettrand
1 Becher Sauerrahm, Creme Fraiche oder Schmand
( je nachdem wie leicht oder gehaltvoll/cremig man es haben möchte )
2 Becher Sahne, 3 Eier, 1 EL Semmelbrösel,
1 Zwiebel, 2 Zehen Knoblauch ( beides sehr fein gehackt )
200g geriebener würziger Käse wie Appenzeller oder Gruyere, je nach Vorliebe
3 EL weiche Butter, Salz, Pfeffer, Muskat, Kümmel ( gemahlen ), Paprika, 1 TL Senf
Frische Kräuter nach Wunsch,
Zur Beilage Salzkartoffeln 


Der Chicoree wird in etwas Salzwasser mit 1 TL Apfelessig und 1 TL Zucker blanchiert
( etwa 5 Minuten lang ),



 und dann im Schinken eingewickelt . Die Menge dieses Rezeptes sollte genau auf ein
( tiefes ! ) Backblech passen.


Die restlichen Zutaten werden zu einer Sauce gemixt und mit den angegebenen Gewürzen pikant abgeschmeckt.
Nach Wunsch kann man auch noch Kräuter wie Petersilie, Bärlauch, Dill oder Schnittlauch zugeben.


Die Sauce verteilen wir über den Chicoree- Schinkenrollen, ein paar Butterflöckchen darauf und dann ab in den Ofen, bei 200 Grad etwa 20 Minuten.
Es ist fertig wenn es gut aussieht.


Mit den Kartoffeln servieren und heiß genießen!

Das Rezept funktioniert übrigens auch wundervoll mit Blumenkohl, Lauchstangen, Pak Choi, Chinakohl oder Mangold!! Oder natürlich in der Spargelzeit, mit Spargel.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Sonntag, 7. August 2016

Flammkuchen vom Grill

So Ihr Lieben, nun bin ich aus meinem ( gefühlt) ewigen Urlaub in Kroatien und demzufolge längerer Blogging- Abstinenz endlich wieder zurück in der Heimat!
Über den Urlaub werde ich in den nächsten Tagen noch berichten. Heute aber , aus aktuellem Anlass
habe ich eine leckere Kleinigkeit als Tip für die noch laufende Grillsaison zu bieten:


Mein Schatz hat zu seinem tollen neuen Grill selbstverständllich allerlei Zubehör, unter Anderem auch einen Pizzastein im Repertoire. Um diesen mal zu testen kamen wir heute auf die Idee einen "fränkischen" Flammkuchen , auch bekannt als " Zwiebelblooz " zu fabrizieren, den es bei uns öfter aus einem kleinen Foodtruck mit Pizzaofenam am Weihnachtsmarkt zu kaufen gibt. Diesen wollten wir heute nacharbeiten.


Die Grundlage dieser Leckerei ist ein Natursauerteig, der möglichst dünn ausgerollt und dann mit Creme Fraiche, Zwiebeln und Speck belegt wird.  Wir fügten noch helle Weintrauben hinzu um das Ganze etwas saftiger zu gestalten. Hinsichtlich des Specks entschieden wir uns für eine Kombination als Bacon und luftgetrocknetem, mit Rosmarin gewürztem Pancetta.


Und los gehts:
Der Sauerteig macht relativ viel Arbeit und muss über mehrere Tage hin zubereitet werden.
Hier findet Ihr eine sehr gute Anleitung dazu.
Da unsere Entscheidung für den Flammkuchen spontan war besorgte ich den Teig  ( etwa 1 kg ) von unserem Bäcker.  Das Kilo Sauerteig reicht aus für 3 große Flammkuchen.
 
Wenn man den Teig hat , ist die Herstellung des Flammkuchens ein Kinderspiel:
Als erstes wird der Grill in Gang gesetzt um den Pizzastein  etwa 20 Minuten vorzuheizen.
Nicht vergessen.
Teig gut ausrollen, auf ein dünnes gut gemehltes Blech transferieren,
( dieses dünne Blech gehört zum Pizzastein und wird als Zubehör verkauft, es ist eigentlich fast unabdingbar wenn man den Teig halbwegs sicher auf den Stein bekommen will! )


Creme Fraiche mit einem Eigelb, Muskat, Salz, Pfeffer und nach Geschmack auch etwas Kümmel verfeinern,


Am Teig ausstreichen und dann mit gehobelten Zwiebeln, Bacon/ Speck , Trauben und sonstigen Wunschzutaten belegen.


Ab damit auf den vorgeheizten Pizzastein, Grilldeckel zu und 5 Minuten warten.




Whow! Ein saftig- knuspriger Traum ist aus unserem Experiment geworden.



Voller Erfolg auf ganzen Linie,
und das bei dieser simplen Zubereitung.
Liebe Leser, macht das nach!  So einfach und so gut!