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Freitag, 15. März 2019

Kuheuterschnitzel, ein traditionelles fränkisches Rezept

Im Sinne meiner Nose-to-Tail Philosophie , die ich gerne weiter vorantreiben möchtre,
stelle ich Euch heute einmal wieder eine fränkische Spezialität vor:
Nach Wiener Art panierte Schnitzel aus dem Kuheuter , eine sehr angenehme Art Innereien zuzubereiten.
Ein Tier besteht eben nicht nur aus Filets und Schnitzeln, das sollten die Menschen endlich einmal einsehen.


Die  für dieses Gericht benötigten Kuheuterscheiben kann man bereits vorgekocht und geschnitten beim guten Metzger oder im Internet erwerben, sie sind preisgünstig und absolut unkompliziert zu verarbeiten.


Zutaten für 4 Personen:
8 Kuheuterschnitzel- Scheiben
Salz, Pfeffer, Mehl
2 Eier
Semmelbrösel, gewürzt mit : Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Kurkumapulver
Butterschmalz

Als Beilage und zum Servieren
Hausgemachter Kartoffelsalat, Preiselbeeren, en wenig grüner Salat

Zubereitung:

Die Kuheuterscheiben mit Salz und Pfeffer würzen und mehlieren.


Im verquirlten Ei wenden , mit den ganz leicht gewürzten Bröseln panieren und
im Butterschmalz ausbacken wie ein Schnitzel.


Mit den gewünschten Beilagen servieren.


Die Euterschnitzel haben einen ganz dezenten, spezifischen Geschmack den man sehr schlecht beschreiben kann. Ich wüsste wirklich aus dem Stegreif keine Vergleichsmöglichkeit,
aber sie haben mir sehr gut geschmeckt. Die Konsistenz ist ähnlich der von gebratener Leber.


Ich würde mich sehr über Feedback freuen,
falls Ihr Lust habt dieses Gericht einmal zu testen.

Montag, 11. Februar 2019

Hechtenkraut, Fisch überbacken auf Weinkraut

Anlässlich eines Kochwettbewerbs hier mal eine ungewöhnliche, aber sehr schmackhafte Kombination:



Hechtenkraut
Das Leibgericht König Ludwigs II
Von diesem traditionellen, überlieferten Rezept gibt es verschiedene Variationen. Dies hier ist meine eigene, die etwas unkomplizierter als oft propagierte  Zubereitung mit einer pürierten Fischfarce,  einfach mit Fisch Steaks gemacht wird.
Wer weiß, vielleicht war das der Vorläufer des Schlemmerfilets?

Für 4 Personen

4 Hecht Steaks von jeweils ca. 200g
2 EL Schweineschmalz
1  große Zwiebel
500 g Sauerkraut
2 Lorbeerblätter
4 Wacholderbeeren
1 TL Kümmel
2 Nelken
1 Piccolo Flasche Sekt oder 1 Glas Weißwein
1 Tasse kräftige Fleischbrühe
1 Handvoll  helle , kernlose Trauben
Salz, Pfeffer , 1 EL Honig

80g Bacon
3 Eigelb
1 Becher Creme Fraiche
1 Becher Sahne
Muskatnuss, Salz, Pfeffer

1 EL Semmelbrösel
Butterflöckchen

Beilage: Salzkartoffeln
Zuerst das Kraut vorbereiten:





Zwiebel würfeln und im Schmalz anbraten, Kraut und Gewürze zugeben, mit Sekt oder Wein und Brühe aufgießen, 15 Minuten sanft köcheln lassen. Trauben zufügen und mit den angegebenen Gewürzen abschmecken. Nochmals 5 Minuten simmern lassen und anschließend in eine Auflaufform geben.
Bacon knusprig braten und in eine Schüssel geben. 


Schmand, Sahne, Eigelbe und Gewürze untermischen und alles gründlich verrühren.
Die Hecht Steaks auf das Kraut legen und mit der Creme Fraiche Mischung  übergießen.



Semmelbrösel und Butterflöckchen darüber verteilen.
Alles im Ofen bei 180 Grad etwa 40 Minuten backen, bis die Brösel braun und der Fisch gar sind.


Jedes einzelne überbackene Fischsteak mitsamt Kraut und Sauce auf einen Teller geben und mit den frisch gekochten Salzkartoffeln servieren.

Guten Appetit!

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Rehkeule an Holundersauce


Tja, Weihnachten ist´s.. 
Da darf der Braten am Weihnachtsfeiertag  nicht fehlen.



Da wir diesmal unsere Rehkeule nicht mit Pilzen und Speck, sondern etwas leichter haben wollten kam mir der Holundersaft den meine Eltern für ihren Glühwein gekauft hatten gerade recht, so entstand diese spontane Kreation. Ganz einfach zu machen, und überhaupt kein Zauberwerk.


Zutaten:
Eine ausgelöste Rehkeule , etwa 2 Kg
(Falls die Rehkeule am Knochen ist verlängert sich die Garzeit um ½ bis 1 Stunde)
Einige Karotten, 1 große Zwiebel, 4 Zehen Knoblauch
Ca. 5 Lorbeerblätter, einige Wacholderbeeren, Piment, Senfkörner, Rosmarin, Thymian,
1 Prise Zimt, Salz, Pfeffer
1 Tasse Olivenöl
¼ Ltr. reiner ( Bio- ) Holundersaft
1,5 Ltr. Wildfond, Rinderfond oder Fleischbrühe
1 Becher Sahne
Speisestärke, in ein wenig Wasser angerührt,  oder Mehlbutter 
( 1 EL Butter mit 2-3  EL Mehl verknetet )
2 EL Butter
1 Becher Schmand

Beilagen nach Belieben
( Z.B. Klöße, Semmelknödel, Gemüse und Salat )

Preiselbeeren ( unverzichtbar bei Wild )



Zubereitung:


Den Backofen im Heißluft Modus auf 230 Grad vorheizen.
Das Gemüse putzen, nach Bedarf etwas schneiden und daraus ein Bettchen für das Fleisch im Bräter bereiten. Die Keule darauflegen, den Holundersaft und Fond oder Brühe sowie die Gewürze dazugeben.



Das Fleisch großzügig mit Olivenöl übergießen abgedeckt und im Ofen etwa 2 Stunden garen.
Ab und zu kontrollieren ob sich noch ausreichend Flüssigkeit im Bräter befindet, bei Bedarf heißes Wasser oder Brühe nachgießen.

Während der Garzeit die Beilagen zubereiten.

Wenn die Keule weich und zart ist, das Fleisch auf ein Schneidebrett geben und mit Folie abdecken.
Die Sauce aus dem Bräter durch ein Sieb in einen Topf geben, das Gemüse auf einer Servierplatte anrichten. Körner und Beeren leicht ausdrücken und dann entsorgen.
  
Die Sauce nochmals abschmecken, mit Sahne verfeinern und mit Mehlbutter oder Speisestärke abbinden.
2 EL Butter zerlassen,
die Keule vorsichtig in Scheiben schneiden und auf der Servierplatte mit dem Gemüse anrichten. Mit der zerlassenen Butter begießen, mit Schmand bestreichen und zum Tisch bringen.
Die Beilagen auf vorgewärmten Tellern ebenfalls zu Tisch servieren,
Preiselbeeren nicht vergessen!
Wir hatten Feldsalat , Seidenklöße und Rosenkohl zur Rehkeule.


Guten Apetit!

 

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Chinese Orange Beef, Pfannengerührtes Rindfleisch in Orangensauce


Anlässlich eines Kochwettbewerbs gab es bei uns gestern diese Spezialität aus der Chinesischen Küche.Ich habe das Rezept in einem etwas älteren Kochbuch ( etwa 70ger jahre ) meiner umfangreichen Sammlung gefunden.


Zarte Rindfleisch Streifen in Orangensauce, Chinesisches Gericht

Zutaten für 3 bis 4 Personen :
2 Orangen
Von einer Orange die Schale in Zesten abreiben, den Saft auspressen.
Die zweite Orange Filetieren.

Fleisch:
Pflanzenöl
2 Rib- Eye Steaks ( ca 750g )
Salz, frisch gemahlener bunter Pfeffer
1 EL Speisestärke
1 EL Orangenzesten der ersten Orange
Optional 1 Schuss Rum, Sherry oder Grand Manier

Sauce:
Saft der  ersten Orange
1 TL Honig
2 EL Austernsauce
1 EL Sojasauce
1 Schuss Mirin oder Sake
1 TL Sesamöl
1 TL Speisestärke

Gemüse:
Pflanzenöl
4 Knoblauchzehen
1 Daumengroßes Stück Ingwer
Chilis nach Belieben
1 Bund Frühlingslauch
Orangenfilets der zweiten Orange
Weiteres Gemüse nach Geschmack

Zum Servieren:
Reis oder Reisnudeln
Nach Belieben Kräuter oder gerösteter Sesam


Für die Würzsauce alle Zutaten gut mischen.


Knoblauch, Ingwer und Chilies hacken. Frühlingslauch in Ringe schneiden,
weißen und grünen Teil trennen.
Das Rib Eye Steak in Streifen schneiden, mit Salz und Pfeffer und Orangenzesten bestreuen,
und in Speisestärke wälzen


In einem Wok in Pflanzenöl kurz heiß anbraten, wenn man möchte mit Alkohol kurz flambieren
und sofort herausnehmen. Beiseite warm halten.



  
Dann das Frühlingslauch- Weiß mit Knoblauch, Ingwer und Chilies in den Wok geben und anbraten.
Weiteres Gemüse nach Wunsch zufügen .




Mit der vorbereiteten Würzsauce ablöschen und zum andicken etwas einkochen lassen bis die Stärke bindet. Das Frühlingslauch- Grün, Orangenfilets und Fleisch unterheben.


Nochmals kurz abschmecken .
Das Gericht mit Beilage servieren und nach Belieben mit Sesam und frischen asiatischen Kräutern oder Orangenzesten bestreuen.


 Guren Appetit !