Freitag, 23. Mai 2014

Low Carb Experiment : Lachsfilet an Vanille- Hollandaise

Heute hatte ich durch reinen Zufall die Gelegenheit ein Experiment zu wagen das mir schon seit geraumer Zeit im Kopf herumschwirrt, letztendlich seit ich bei dem Blog von JABB folgenden Post las:
Schollenröllchen in Senf- Vanillesauce
Also die Kombination eines Fischgerichtes mit einem dezenten Vanille Aroma.


Da mein Schatz anderweitig beschäftigt war kochte ich nur für meine Eltern
die sich Wildlachsfilet und Wirsing für den heutigen Freitag
im Biomarkt besorgt hatten. Ich überlegte noch was ich daraus zaubern sollte als mir beim Durchstöbern des elterlichen Gewürzschrankes nach Safran
auch ein Päckchen gemahlene Bio- Vanilleschoten in die Hände fiel.
Alles klar dachte ich , jetzt oder nie .


Das Gericht sollte heißen:
Lachsfilet an Zitronen- Safran Hollandaise mit dezentem Vanille Aroma.
Serviert wurde er auf gedünstetem Wirsing.

Während der Vorbereitung der Zutaten hatte ich beim Trennen der Eier für die Hollandaise die Idee das Eiweiß nicht wegzuverfen sondern den Lachs darin zu wenden. Im Nachhinein wirklich ein sehr guter Gedanke denn der Lachs blieb auf diese Weise gebraten traumhaft saftig.


Ich briet in mit etwas frischem Salbei aus dem Garten und Knoblauch nur sehr kurz an um ihn zart und innen rosa zu halten.





Meine Hollandaise ist denkbar einfach :
Ich gebe in einen Topf etwas Weißwein, Hühnerbrühe, Salz,  Zitronensaft, Dijon Senf und heute auch einige Zitronenzesten sowie einige Safran Fäden und etwas der gemahlenen Vanille, dazu noch
gehackten Knoblauch . Diese Mischung wird leicht erwärmt um die Gewürze zur Entfaltung zu bringen und anschließend das Eigelb mit dem Schneebesen eingerührt.



Die Hitze der Platte steigere ich unter Rühren sehr sanft bis das Eigelb beginnt chremig zu werden, dann lasse ich die vorbereitete flüssige Butter einfließen ( natürlich wiederrum unter kräftigem Schlagen mit dem Besen). Ich benötige nie ein Wasserbad um eine einwandfeie Hollandaise herzustellen, es funktioniert auch ohne Probleme mit etwas Vorsicht auf der Herdplatte.


Die Beilage bestand lediglich aus dem kurz scharf angebratenen und dann geschmorten Wirsinggemüse das da es Bio Wirsing war schon selbst ein wunderbares Aroma hatte und nur dezente Würze benötigte. Etwas Muskatnuss, Salz und Pfeffer reichten völlig aus.


Ich hatte es glücklicher Weise geschafft den empfindlichen Wildlachs auf den Punkt zu garen den wir bevorzugen: Außen kross, innen nahezu unberührt- also ein voller Erfolg auf dieser Linie.


Meine Eltern waren absolut begeistert über die aromatische Hollandaise und rätselten eine ganze Zeit über das geheime Gewürz
bis ich Ihnen die Vanille Zugabe verriet.
Eine Tolle Idee, auch wenn es im ersten moment problematisch erscheinen mag harmonieren pikante Gerichte wunderbar mit Vanille wenn man versucht etwas Geschick beim Würzen an den Tag zu legen .
Übrigens fehlte bei diesem Gericht niemandem eine kohlehydratlastige so genannte Sättigungsbeilage.

Kommentare:

  1. Machst du die Safranfäden im Ganzen hinein? Ich zerstoße sie immer vorher, weil ich mal gelesen habe dass sie sich sonst nicht richtig auflösen könnten.

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  2. Hallo JABB!

    Ja Du hast schon recht, die Safranfäden lösen sich natürlich nicht vollständig auf. Sie sind in der Sauce als rote Fäden erkennbar, geben aber genügend Aroma ab. Genau das mag ich eigentlich sehr gerne. Der Safran Geschmack ist milder wenn man die Fäden im Ganzen verwendet und intensiver wenn man sie zestößt. das Wichtigste ist dabei in beiden Fällen den Safran in einer klaren Brühe zu lösen da das in bereits abgebundenen Saucen nicht mehr funktioniert. Deshalb gebe ich den Safran auch von Beginn an zum Lösen in die Sauce und erhitze sie bevor ich das Ei zufüge.

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  3. P.S. lästig ist nur wenn die Fäden am Schneebesen hängen bleiben.
    Vielleicht zerstoße ich Sie bei der nächsten Hollandaise auch oder siebe sie ab nachdem Sie das Aroma in der Sauce gelassen haben.

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